FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Carmunication, zur Zugänglichkeit von Auto Live Daten und zur Funktion des Vereins finden Sie hier auf dieser Seite.

Sollten noch Fragen offen bleiben, schreiben Sie uns bitte:  Kontaktformular.

Was ist Carmunication?

Carmunication ist ein gemeinnütziger Verein, der im Herbst 2016 gegründet wurde. Unser Sitz ist in Wien, Österreich. Carmunication sammelt Fahrzeugdaten und stellt diese den Vereinsmitgliedern auf einer Datenplattform zur Verfügung. Mit diesem Angebot richtet sich Carmunication insbesondere an den Kfz-Aftermarket und damit an alle Dienstleister oder Zulieferer, für die der Zugriff auf Auto Live Daten zentral ist. Das sind z.B. Werkstätten, Pannendienste, Versicherungen und Ersatzteilhersteller, um nur einige zu nennen.

Mehr über die zentrale Bedeutung dieser Daten erfahren Sie unter Wozu Auto Live Daten?

Wie funktioniert Carmunication?

Carmunication bringt die Daten: Carmunication sammelt relevante Fahrzeugdaten und stellt diese auf der Carmunication-Plattform für alle Mitglieder bereit. Diese Daten zeigen z.B. auf: Gibt es Probleme mit dem Fahrzeug? Wie ist das Fahrverhalten? Ist ein Service notwendig?

Vor dem Einspeisen in die  Carmunication-Plattform wird  in der Privacy-Zone überprüft, welche Datennutzungen die Autobesitzer zulassen. So kann Carmunication den Vereinsmitgliedern jene Daten zur Verfügung stellen, die sie benötigen, um den Aufträgen ihrer Kunden gerecht zu werden. Und in einigen Fällen ist der Zugriff auf Auto Live Daten sogar die Voraussetzung, um überhaupt ein Problem beheben zu können.

Mehr dazu erfahren Sie unter Wozu Auto Live Daten?

Wie gewährleistet Carmunication den Schutz persönlicher Daten?

Persönliche Daten sind nicht erforderlich, um ein Getriebe einzustellen oder das richtige Ersatzteil zu finde. Bevor neue Daten in die Carmunication-Plattform eingespeist werden, wird daher in einem Modul namens ‘Privacy Zone’ geprüft, welche Nutzungsberechtigungen durch die Autohalter gegeben wurden. 

Zum Schutz der Privatsphäre unterscheidet Carmunication zwischen zwei Datenarten und dem Umgang mit diesen:

  1. Personenbezogene Daten sind zu schützen.
  2. Allgemeine Daten sollen all jenen zur Verfügung stehen, die von den Autobesitzern die Berechtigung dazu erhalten haben.
Woher kommen die Daten auf der Carmunication-Plattform?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Daten von Fahrzeugen auszulesen und zusammen zu führen, beginnend bei Dongles bis zu den Systemen der Fahrzeughersteller.

Warum sollen Datensammler "ihre" Daten Carmunication zur Verfügung stellen?

Üblicherweise sind ausgelesene Daten in nur einem System abgespeichert. Werden diese verteilt, dann nur über das jeweils eigene Distributionssystem. Jedoch gibt es Situationen, in denen die Daten weitergegeben werden sollen. Das trifft etwa dann zu, wenn ein Autohalter ein fahrabhängiges Versicherungsmodell wählen will: In diesem Fall müssen Daten an das System des Versicherers weitergegeben werden – mit der offenen Datenplattform von Carmunication wird dies möglich. 

Bietet Carmunication auch von Fahrzeugherstellern gesammelte Daten?

Insofern Fahrzeugdaten zur Verfügung stehen, stellt Carmunication diese bereit. Verlässlichkeit und Datensicherheit ist wichtiger denn je: Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, durchläuft die Carmunication-Plattform derzeit einen Zertifikationsprozess, um in diesen Bereichen geprüfte Qualität zu liefern. Auch für Kfz-Hersteller ist Carmunication somit ein transparenter, vertrauenswürdiger Kooperationspartner.

Können Datensammler ihre Daten in Carmunication einspeisen?

Ja, die Arbeiten an dieser Schnittstelle sind abgeschlossen und die Carmunication-Plattform ist bereit für den Import. 

Wer hat Zugriff auf die Daten von Carmunication?

Alle Mitglieder des Vereins Carmunication können die jeweils freigegebenen Daten der Carmunication -Plattform beziehen. Dabei verwenden wir ein faires Pricing-Modell: Datenaufkommen, Datenquelle sowie Übertragungsfrequenz entscheiden über die Kosten.

Wie wird mein Unternehmen Carmunication-Vereinsmitglied?

Indem Sie die Mitgliedschaft bei Carmunication beantragen. Hier finden Sie das Antragsformular.

Für welche Unternehmen ist Carmunication interessant?

Carmunication ist für Sie interessant, wenn Ihr Unternehmen von Auto Live Daten profitiert.

Dies trifft zum Beispiel zu auf:

  • Freie Werkstätten und Mehr-Marken-Werkstätten
  • Pannendienste
  • Ersatzteilhersteller/Zulieferer
  • Fuhrparkmanager
  • IT-Dienstleister
  • Diagnoseanbieter
  • Versicherer und Banken
  • Verbände und Institutionen

Sie haben noch Fragen zum Nutzen von CARMUNICATION? Schreiben Sie uns: Kontaktformular.

Was ist das Ziel von Carmunication?

Die Frage, wer Zugriff auf Auto Live Daten hat, ist entscheidend für die Zukunft von Unternehmen gerade im Kfz-Aftermarket. Carmunication hat sich zum Ziel gesetzt auf die drohende Monopolisierung von Daten nicht nur aufmerksam zu machen, sondern diese aktiv zu verhindern. Indem Carmunication Auto Live Daten sammelt und zur Verfügung stellt, sichern wir einen fairen Wettbewerb und einen freien Zugang zum Markt.

Sie wollen Carmunication unterstützen? Jetzt Mitglied werden.

Wann können Datennutzer auf Daten von Carmunication zugreifen?

Schon seit April 2017. Der Zugriff auf die Daten setzt voraus, dass Sie Mitglied des Vereins Carmunication sind und die Nutzungsberechtigungen gegeben sind. 

Versteht sich Carmunication als Interessensvertretung?

Carmunication versteht sich nicht als Interessensvertretung, sondern als Anbieter einer Plattform, die von Nutzen für alle Interessungsvertretungen der Automobilbranche ist. Insbesondere wenden wir uns an Interessensvertretungen, die für faire Chancen am Markt eintreten.

Was ist eCall?

Der Name eCall steht für Emergency Call: Bezeichnet wird damit ein neues automatisches Notrufsystem, das ab April 2018 in der EU umgesetzt sein soll.

Ab diesem Zeitpunkt müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge (PKW und Leicht-PKW) mit einem eCall-fähigen GPS-Tracker ausgestattet sein. Ein solcher Tracker ermittelt nicht nur den Standort, sondern erhält auch relevante Daten aus der Sensorelektronik (z.B. Überschlagsbewegungen, ausgelöster Airbag). Auf dieser Grundlage kann das Gerät automatisch einen Unfall melden, europaweit. Das Ziel von eCall ist es schneller Rettungsmaßnahmen anstoßen  und damit letztlich mehr Menschenleben retten zu können.

Rein technisch und mit der entsprechenden Software können diese Geräte jedoch noch viel mehr als Koordinaten übertragen und Hinweise zum Unfallgeschehen zu geben. Auch Fahrzeiten und  Ruhepausen können erfasst, Routen aufgezeichnet oder sogar die Zündung eines Fahrzeugs unterbunden werden. 

eCall ist ein Projekt der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission.

Was sind GPS-Tracker und wozu braucht man sie?

Mit einem GPS-Tracker lässt sich der Standort dieses Geräts orten. Drei Komponenten hat ein GPS-Tracker: 

  • ein GPS-Modul, das den Aufenthaltsort ermittelt
  • ein GSM-Modem, dass diese Daten über Mobilfunk an einen Server überträgt
  • einen Mikroprozessor, den eigentlichen ‘Rechner’ des Trackers

Mit einem GPS-Tracker können auch weitere Daten übertragen werden, vorausgesetzt der Tracker erhält Daten aus der Sensorelektronik des Fahrzeugs. Um einige Beispiele zu nennen: Wurde der Airbag ausgelöst? Hat sich das Fahrzeug überschlagen? Wenn die entsprechenden Schnittstellen zur Verfügung stehen, ist es sogar möglich, über den GPS-Tracker ferngesteuert das Fahrzeug stillzulegen.